Adventsgruß 2012


Adventsgruß 2012
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Für mich ist es immer wieder ergreifend, wenn ich mit den Messdienern zu Beginn der Christmette vor der Krippe stehe und wir die Krippe und vor allem das Jesuskind mit Weihrauch inzensieren.

Jedes Jahr aufs Neue ergreift mich das Staunen, dass Gott wirklich Mensch geworden ist und wir ihm in Jesus begegnen. Jedes Jahr aufs Neue berührt dies mein Herz auf unterschiedliche Weise, je nachdem wie es mir persönlich geht.

Wenn es mir wirklich gut geht und mich momentan nichts belastet, bin ich einfach glücklich und kann Gott aus tiefstem Herzen dafür danken, dass der Himmel nicht mehr fern ist, sondern Weihnachten ein Stück weit die Erde berührt.

Wenn mich aber etwas belastet - , seien es persönliche Dinge oder seien es Schicksale von Menschen, die es ihnen verunmöglichen, Weihnachten zu feiern, weil sie mit all den stimmungsvollen Momenten nichts anfangen können, - berührt es mich, dass dieses Kind gerade mitten in der Nacht geboren wurde. Nacht steht im übertragenen Sinn für das Gefühl oder die Erfahrung der Lebenswundheit. Weihnachten bedeutet dann: Ein Licht möchte auch in dieser Dunkelheit für uns Menschen leuchten. Weihnachten ist dann weniger ein romantisches Gefühl, sondern vielmehr eine Licht- und Kraftquelle für das Leben.

Weihnachten ist somit in jeder Lebenssituation ein Fest, das mich berührt und beschenkt. Sei es, dass ich einfach das Gefühl genießen kann, dass der Himmel die Erde berührt. Sei es, dass ich in dunklen Momenten die Hoffnung spüre oder zumindest erahne, dass das Licht von Weihnachten mein Leben wieder hell machen wird.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gutes Zugehen auf Weihnachten, sei es in der beglückenden Vorfreude, dass bald ein Stück Himmel die Erde berühren wird, sei es in der Hoffnung oder vagen Ahnung, dass Weihnachten Ihr Leben erhellen kann.

 

Carsten Roeger