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Schapdetten dankt Pfarrer Carsten Roeger
Vereint am Altar: Pfarrer Johannes Gospos, Pfarrer Carsten Roeger und Pfarrer Heinz
Vethacke. Fotos:
(Dieter Klein)


Schapdetten - Irgendwer hatte die Fahnen vor St. Bonifatius auf Halbmast gesetzt. Kinder
trugen einzelne Blumen in den Händen wie Kommunionkerzen. Bewegende Worte.
Erwachsene kämpften mit den Tränen. Traurigkeit. So hatten sich Pfarrer Dr. Carsten Roeger
und auch Pfarrer Johannes Gospos den Abschied von ihrer kleinen Gemeinde am Fuße der
Baumberge wohl nicht vorgestellt.
Es hatte schon feucht begonnen. Als Pfarrer Roeger die Bronzetafel zur Geschichte der
Kirche und des Ortes, die zuvor der Heimatverein an einem der Außenpfeiler von St.
Bonifatius enthüllt hatte, segnete, tröpfelte es schon. Vorsitzender Heinz Rütering: „Auch
wenn es keine eigenständige Pfarrgemeinde St. Bonifatius mehr geben wird, so wünschen wir
uns doch, dass diese Kirche auch in Zukunft für Gottesdienste und Gebete offen sein wird.“
Und weil es nun stärker regnete, schoben die Messdiener die Tauf-, Trau- und Sterberegister,
die ja an diesem Tag endgültig geschlossen werden sollten, unter ihre Röcke. Nach dem
gemeinsam gesungenen Bonifatius-Lied zogen alle in die Kirche ein. Im Chor nahmen die
beiden Pfarrer neben dem früheren Pastor Heinz Vethacke Platz. In Konzelebration feierten
die drei Geistlichen diesen Abschiedsgottesdienst, begleitet von den Chören Joy Kids und Joy
(Leitung Ludwina Wilken), Chorisma (Leitung Andrea Goldkuhle), der Chorgemeinschaft
(Leitung Irmhild Weiper) sowie von Marianne Fehmer an der Orgel.
Mit dem Kyrie wurden die Register geschlossen. Bernhard Aldenborg schloss das Taufbuch:
„Vor 74 Jahren wurde ich in unserer Pfarrgemeinde getauft. In der Taufe hat mich Gott bei
meinem Namen gerufen. Jeder Getaufte geht mit seinem Namen und seiner Geschichte in die
neue Gemeinde ein.“
Das Trauregister schlossen Manuela und Volker Brüß: „Wir hoffen, dass wir als Familie auch
in der neuen Gemeinde unseren Platz finden.“ Helga Eckhardt beendete das Sterberegister:
„Alle, die vor uns gelebt haben, sind nicht vergessen und bleiben weiter in unserer
Gemeinde.“
Dann hielt Pfarrer Carsten Roeger seine letzte Predigt in Schapdetten. Die vorherigen
Geschehnisse nur streifend, sagte er unter anderem: „Die Gemeinschaft mit Gott selbst wird
dort erfahren, wo wir uns trotz des Gegenwindes im Vertrauen auf den Auftrag Gottes auf den
Weg machen.“ Und zum Schluss betonte Roeger: „Die Härte des Abschieds korrespondiert
mit all dem, was mir hier geschenkt wurde: an Begegnungen, in Gesprächen, an Vertrauen, an
Wertschätzung. Für all das gibt es nur ein Wort: Danke!“ Minutenlange Standing Ovations
folgten. Auch als die kleinen Sänger der Joys und Joy Kids sich mit Blumen von ihren
Pastören verabschiedeten.
Beim Empfang gab es zahllose Dankesworte und Geschenke. So erhielt Roeger unter anderem
eine Fahrt im Heißluftballon. Für den Pfarrgemeinderat übergab Karin Glöckner einen
Bildband über Schapdetten und meinte: „Sie haben hier Zeichen hinterlassen, Ihr Hund auch!“
Dankesworte und Blumen gab es auch für Gemeindeschwester Gisela und die Sakristanin.
Willi Voss und Petra Klesy hatten für Johannes Gospos im Auftrag des Kirchenvorstands
einen kleinen, handgeschnitzten Bonifatius eingepackt. Und die Landwirte übergaben zwei
leckere Wurstpakete.
VON DIETER KLEIN, NOTTULN