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Christi Himmelfahrt Gut Hagenbeck

 

 

 

 

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Christi Himmelfahrt A

Holsterhausen 2011

„Ich bin bei Euch“ – Gut Hagenbeck

Vom Erwachsenenliturgiekreis

 

Zum Einzug:  Nr. 003, 1. u. 2. Wo Menschen sich vergessen

Liturgische Eröffnung:

Ø     Im Namen des Vaters.....

Ø     Der auferstandene und in den Himmel aufgefahrene Herr sei mit euch!

Einleitung: Lektor

Einmal im Jahr versammeln wir uns hier auf Gut Hagenbeck, um Gottesdienst zu feiern.

Das tun wir, weil hier der geschichtliche Ursprung unserer Gemeinde St. Antonius ist. Im Jahr 1443, vor fast 570 Jahren, wurde auf Wunsch Wennemar von Heydens, dem damaligen Hausherrn auf Gut Hagenbeck, die Kapellengemeinde Holsterhausen zur Pfarrgemeinde. Damals gehörten die Bewohner der Bauernschaft Hagenbeck zur

Gemeinde Hervest und um zum Gottesdienst zu gelangen, hatten die Menschen einen zweistündigen Weg zu bewältigen. Anstelle unseres heutigen Pfarrheims stand eine Kapelle, die mit Taufbecken, Kirchturm und Glocken ausgestattet wurde. Ein Friedhof wurde in und um sie herum angelegt.

Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs Holsterhausen rasend schnell. Durch die Anbindung an die Eisenbahnlinie Wesel-Haltern und der Beginn der Kohleförderung zogen viele Menschen nach Holsterhausen. Waren es 1900 noch ca. 670 Bewohner, lebten

1930 schon mehr als 6000 Menschen hier. Im Jahre 1905 warb der damalige Pfarrer Josef Herold für den Gedanken, durch Spenden den Bau einer neuen Pfarrkirche zu ermöglichen. Am 11.08.1913 wurde der Kirchbau mit der Aufsetzung des Hahnes auf dem Kirchturm vollendet. Wie die alte Pfarrkirche den Namen des Mönchvaters

Antonius durch die Hahnhunderte hindurch getragen hatte, so erhielt auch die neue Kirche diesen Namen.

Vielleicht tut es uns gut, wenn wir heute am Vorabend von Christi Himmelfahrt hier auf Gut Hagenbeck sozusagen an den geschichtlichen Ursprung unserer Gemeinde erinnert werden. Zugleich erinnern wir uns  - die Texte der Lesung und des Evangeliums – an den „geistlichen Ursprung“ unseres christlichen Glaubens.

In dem Glauben, dass Gott mit jedem von uns seine eigene Geschichte hat, gilt für uns, diese zu entdecken und zu leben.

In der Lesung des heutigen Tages erhalten wir den Zuspruch des Heiligen Geistes und das Evangelium erinnert:

Seid gewiss: „Ich bin bei auch alle Tage, bis zum Ende der Welt. „

Wir möchten Sie einladen, in Erinnerung an Christi Himmelfahrt nachzuspüren, wo auch heute noch „sich Himmel und Erde berühren“.

Kyrie: Nr. 141, 1., 3. u. 4.   Meine engen Grenzen...

Danach vom Priester gesprochen:

Der Gott und Vater selbst schenkt uns sein Erbarmen und seine verzeihende Liebe.

Er erfüllt uns mit seinem lebensspendenden Geist, damit wir frohe Zeugen des neuen Lebens seien.

Gloria: Nr.  102, 2. Ich lobe meinen Gott....

Tagesgebet: Priester

Lebendiger Gott, mit deinem Wort kommst Du uns in dieser Feier entgegen.

Öffne unsere Ohren und unser Herz,

dass wir unter den vielen Worten des Tages

das eine hören,

das uns stärkt,

das uns tröstet,

das uns fordert und uns voranbringt

auf dem Weg zu dir,

damit immer ein Stück deines Himmels hier auf Erden sichtbar wird.

Dir sei Lob in Ewigkeit.

Amen.

Lesung: Apg  1,1-11

Lesung aus der Apostelgeschichte

Im ersten Buch, lieber Theophilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus getan und gelehrt hat, bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde.  Vorher hat er durch den Heiligen Geist den Aposteln, die er sich erwählt hatte, Anweisungen gegeben.

Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen.

Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt.

Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft.

Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?

Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat.

Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.

Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben,  und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.

Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.

Wort des lebendigen Gottes

Antwortgesang: Nr. 980, 1. u.2.

Evangelium:  Mt 28,16-20

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 

In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel.

Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde.

Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Predigt: Roeger

Ø     Liebe Gemeinde,

Ø     von dem 1925 geborenen deutschen Theologen Hans von Keler stammt ein – wie ich finde – sehr bemerkenswerter Satz zur Bedeutung der Geschichte.
„Geschichte ist nicht nur Geschehenes, sondern Geschichtetes - also der Boden, auf dem wir stehen und bauen.“

Ø     Zu Beginn des Gottesdienstes haben wir von der geschichtlichen Bedeutung des Gutes Hagenbeck und der Weiterentwicklung bis zur Pfarrei St. Antonius gehört. Aber damit hört die Kirchengeschichte katholischerseits in Holsterhausen natürlich nicht auf. Aufgrund des durch den Bergbau resultierenden Bevölkerungswachstums wuchs Holsterhausen, und der neue Bezirk umfasste 1922 schon 2500 Katholiken. Im September 1922 wurde eine Notkirche in dem neuen Gebiet errichtet, das neue Gebiet wurde zu einem Rektorat.  1952 wurde das Rektorar zur selbstständigen Pfarrei St. Bonifatius. Und vor 50 Jahren wurde die jetzige Pfarrkirche eingeweiht.

Ø     Anlass der Notkirche war das Bedürfnis in der Nähe Eucharistie zu feiern. Und gerade in den schweren Zeiten, als bspw. 1931 auf einen Schlag 1000 Mann auf Baldur entlassen wurden und 1932 3500 Menschen in Holsterhausen von öffentlichen Mitteln leben mussten, schöpften viele Menschen Kraft aus dem Gebet und der Eucharistie.

Ø     Das zweite vatikanische Konzil bestätigt diese hohe Bedeutung der Eucharistie und sieht in ihr die Quelle allen kirchlichen Tuns.

Ø     Zentral ist also für die Gründung von St. Antonius und St. Bonifatius, dass Menschen aus dem persönlichen Gebet und der Feier der Eucharistie viel Kraft schöpften. Und das ist auch ein wichtiges Vermächtnis an uns heute im Jahre 2011.

Ø     Christen sind Menschen, die eine enge Beziehung zu Christus und seinem Vater haben. Diese Beziehung wird im persönlichen Gebet und der Feier der Eucharistie gelebt. Und beides gehört eng zusammen. Der ehemalige Direktor des Borromauems, Heinrich Remfert, betonte immer wieder: Wir können nur dann Eucharistie feiern und mit Gewinn daran teilhaben, wenn wir auch ein persönliches Gebetsleben haben.

Ø     Umgekehrt braucht das persönliche Gebet die Ergänzung durch das gemeinsame Gebet. Denn ein Kennzeichen unseres Gottes ist, dass er Menschen nie einzeln in seine Nachfolge ruft, sondern immer als Gemeinschaft. Und wenn er einzelne beruft wie bspw. Mose, dann nur für eine Gemeinschaft.

Ø     Liebe Gemeinde,

Ø     wir stecken heute in der Kirche in einer Krise; einer Krise, die m. E. äußerst weit reicht und deren Problematik erst wenig rezipiert bzw. verharmlost wird. Es wird an Strukturen korrigiert, eher traditionelle Positionen werden festgeschrieben oder es kommt gar zu einem Rollback, bisweilen erscheint man eher als verwaltet denn als selber gestaltend und entscheidend.

Ø     Aber wo geht der Weg der Kirche hin? Was kann wirklich helfen?

Ø     Gerade als noch jüngerer Mensch macht mir das Sorgen. Wenn ich das Alter der Gottesdienstbesucher sehe, frage ich mich natürlich schon, was wird in 10, in 15, in 20 Jahren sein?

Ø     Etwas beruhigt mich, dass es auch früher schon Krisen in der Kirche gab. Dietrich Bonhoeffer, dessen Lied ‚Von Guten Mächten wunderbar geborgen’ gerne gesungen wird, vertrat in den 30er Jahren die Auffassung, dass das einzige, was gegen die Kirchenkrise getan werden kann, beten und sozial handeln ist.

Ø     Und mir scheint dies eine Empfehlung zu sein, die auch heute noch gültig ist.

Ø     Mir scheint, dass es nicht an sozialem Handeln mangelt innerhalb unserer Kirchengemeinden in Holsterhausen.

Ø     Aber wie sieht es mit dem persönlichen Beten aus und mit dem gemeinsamen Beten in der Feier der Gottesdienste?

Ø     Natürlich kann und sollte jeder da beten, wo er möchte und seine persönliche Beziehung zu Gott pflegen. Aber ich glaube wir brauchen auch die öffentliche Versammlung, das öffentliche Gebet, gut besuchte und ausstrahlende Gottesdienste. Dies hat immer Aufsehen erregt und eine Breitenwirkung entfaltet.

Ø     Erinnern wir uns an die Geschichte: Worin lag die ein gutes Stück der Widerstandskraft des Katholizismus im Nationalsozialismus? Aus den Sicherheitsberichten des Naziregimes wissen wir, dass sie Angst davor hatten, dass die Katholiken sich sonntags zu Gottesdiensten versammelten, das war eine Demonstration, die ihnen Angst machte.

Ø     Und auch heute braucht die Welt ein Zeugnis, dass Menschen der Glaube so wichtig ist, dass sie sonntags zusammenkommen, dass der Glaube den Alltag prägt, dass vom Glauben und der Feier her auch die Freizeit entworfen wird. Dass Lebensvollzüge Gott und der gemeinsamen Feier der Gottesbeziehung unterordnet werden und nicht umgekehrt.

Ø     Von mir persönlich kann ich sagen, dass ich die Feier auch zu meiner persönlichen Stärkung brauche. Nicht immer finde ich es einfach zu glauben, wenn Beerdigungen sich türmen und ich viel mit Trauernden zu tun habe, wenn ich in seelsorglichen Gesprächen die ganze Palette menschlichen Leids mitbekomme, wenn ich all die modernen Zweifel bei mir oder anderen erlebe, dann tut es gut  Menschen zu erleben, die das Gleiche feiern, nach dem Gleichen suchen, um das Gleiche ringen.

Ø     Und das haben die Menschen auch früher so gespürt, deshalb haben sie weite Wege zur Kirche auf sich genommen und sich dann mit ganzer Kraft für eine Kirche im Dorf und später auch in der Kolonie eingesetzt.

Ø     Und daher bin ich überzeugt, dass es notwendig ist, persönlich zu beten,  Liturgie zu feiern und Gott Zeit und Raum zu geben, damit wir erfahren können, was der zentrale Inhalt von Christi Himmelfahrt ist.

Ø     Himmel meint in diesem Zusammenhang ja nicht die Bezeichnung eines Ortes, sondern einer Beziehung. Die Beziehung Jesu zu seinem Vater und unsere Beziehung zum dreieinen Gott. Das Hochfest Christi Himmelfahrt ist also ein Begegnungsfest mit Gott.

Ø     Begegnungsmöglichkeiten mit Gott gibt es viele, überall da, wo wir Liebe, Freude und Glück schenken und erfahren.

Ø     Aber diese Himmelserfahrungen müssen auch in Wort gehoben und gefeiert werden.

Ø     Liebende erzählen sich ihre Liebe, sie kommunizieren ihre Liebe durch Gesten und Aufmerksamkeiten, sie feiern ihre Liebe auch sinnenhaft.

Ø     Ehepaare leben im besten Falle nicht nur zusammen und sorgen füreinander, sondern kommunizieren ihre Beziehung, sie teilen sich mit, ihren Dank und ihre Sorgen.

Ø     Freundschaften leben davon, dass man sie pflegt, sich anruft, sich trifft.

Ø     Die Beziehung zu Gott braucht m. E. ebenso Pflege, persönlich und  als Gemeinschaft. Die Geschichte der Kirche in Holsterhausen zeigt, welche Anstrengungen die Menschen für die gemeinsame Feier des Glaubens auf sich genommen haben, unsere beiden Pfarrkirchen sind ein Zeugnis dafür.

Ø     Und auch wir, so denke und hoffe ich, die wir jetzt Gottesdienst feiern, spüren und erleben, wie wichtig diese Feier für unseren Glauben und unser Leben ist.

Ø     „Geschichte ist […] Geschichtetes - also der Boden, auf dem wir stehen und bauen.“

Ø     Unser Glaube baut auf dem Lebenszeugnis unserer Vorfahren und auf deren gemeinsamen Feiern auf, die letztlich zu unseren beiden Pfarrkirchen führten.

Ø     Auf welchem Geschichteten können die nachwachsenden Generationen stehen, wie sorgen wir dafür, dass sie spüren und deuten können, dass es - wie wir es im Eingangslied bekannt haben - Momente gibt, wo Himmel und Erde sich berühren, dass sie erleben können, dass die Beziehung zu Gott das Leben bereichert.

Ø     Jürgen Habermas sagt von sich, dass er religiös unmusikalisch ist.

Ø     Die meisten von uns mögen Musik und hören gerne Musik, viele singen gerne oder spielen ein Instrument. Ohne Musik würde ihrem Leben was fehlen.

Ø     Das gleiche gilt auch für die Beziehung zu Gott. Spüren wir, dass wir ohne ihn etwas Entscheidendes vermissen, dass er ein Stück Himmel auf Erden ist? Und wenn ja, wie leben wir den Himmel, die Beziehung zu Gott? Wie bereiten wir den Boden für die folgenden Generationen?

Credo: Nr. 038, 1. u. 4. Ich glaube an den Vater...

Fürbitten: Priester/Lektor

Herr Jesus Christus, du lässt nicht nur deine Jünger, sondern auch uns nicht allein zurück. Darum wenden wir uns voll Vertrauen an dich und antworten jeweils: Herr, lass uns deine Nähe spüren.

Ø     Mach es uns mehr und mehr zur tröstlichen Gewissheit, dass du nicht von uns gegangen bist in weit entfernte Räume, sondern in die Mitte, in die Tiefen allen Lebens, wo du uns liebend nahe bleibst. Herr, lass uns deine Nähe spüren.

Ø     Erfülle uns mit deinem Heiligen Geist, der unsere Angst und Schwerfälligkeit überwindet, damit wir zu Zeugen deiner Liebe werden. Herr, lass uns deine Nähe spüren.

Ø     Hilf allen Christen unter uns, die dich nur im Himmel suchen und dabei vergessen, dass du schon jetzt auf Erden mit uns gehst und auf die Begegnung mit uns wartest. Herr, lass uns deine Nähe spüren.

Ø     Sei auch unseren Verstorbenen nahe, die uns den Weg durchs Leben vorausgegangen sind, dass sie ewige Heimat finden bei dir. Herr, lass uns deine Nähe spüren.

Wir verdanken dir unser Leben und unsere Hoffnung für den Tag und über dieses unser Leben hinaus. Mitten in dieser Welt, in der die Liebe so oft zu kurz kommt, dürfen wir ihren Sieg teilen. Dafür preisen wir dich, durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn, der uns aus deiner österlichen Herrlichkeit entgegenkommt. Heute und alle Tage unseres Lebens.

Gabenbereitung: Nr. 82, 1., 2., u. 3.  Wenn das Brot....

Gabengebet:

Allgegenwärtiger Gott, am Fest der Himmelfahrt deines Sohnes bringen wir in Brot und Wein unsere Welt zu dir. Verleihe uns durch diese heutige Feier die Kraft, den Himmel unter uns aufgehen zu lassen durch das Geschenk der Liebe, der Freude und des Glücks.

Präfation: Christi Himmelfahrt

Sanctus: 086 Sanctus, Sanctus....

Hochgebet:

Vater unser: gesprochen

Vor dem Friedensgruß: gesprochen von einem Lektor

Auf einem Lesezeichen stand zu lesen:

Angenommen, Du würdest verhaftet, weil Du ein Christ ist – gäbe es genügend Beweise, Dich zu überführen?

zum Friedensgruß: gesprochen vom Priester

Der Friede Gottes will in mir beginnen.

Was Gott in mich hineinlegt, bleibt nicht innen.

Friede, der nach außen wächst.

Der Friede des Herrn sei alle Zeit mit euch!

Agnus Dei: 003, 3.    Wo Menschen sich vergessen

n. d. Kommunion: Lektor

Ein Hoffnungslied

 

Unsere Hoffnung muss Phantasie bekommen,

die diese kranke Welt neu entwerfen kann,

die das aus-malen, aus-denken, aus-deuten, aus-breiten kann,

von dem wir jetzt nur träumen können:

den neuen Himmel und die neue Erde.

 

Unsere Hoffnung muss Hände bekommen,

die Hand anlegen an dieser kranken Welt,

heilende Hände anlegen,

die die Tränen abtrocknen

und sich nicht abfinden

mit der Un-er-löst-heit dieser kranken Welt.

 

Unsere Hoffnung muss Füße bekommen,

die sich wundlaufen für das Heil der Welt,

denen kein Weg zu weit und zu schwer ist,

zu den Menschen zu gehen,

die den Weg Jesu Christi weiter-gehen,

die Gott hier auf Erden in Gang bringen.

 

Unsere Hoffnung muss Worte bekommen,

die die Menschen verstehen,

 

ein rechtes Wort zu rechter Zeit,

Worte, die Trauer tragen,

Worte, die trösten,

Worte, die Freude schenken.

 

Gott hat damit den Anfang gemacht

in seinem geliebten Sohn Jesus von Nazareth,

die ihm hat die Hoffnung der Menschen

die Hoffnung dieser kranken Welt

Hand und Fuß bekommen,

und das im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Gott hat damit den Anfang gemacht,

wir müssen weiter-machen.

Schlußgebet:

Zum Schluss wollen wir mit den Worten des Pfarrers Hermann Kappen beten, der als Neujahrsgebet im Jahre 1883 in Münster formuliert hat:

Herr, setze dem Überfluss Grenzen

und lasse die Grenzen überflüssig werden.

Lasse die Leute kein falsches Geld machen

und auch das Geld keine falschen Leute.

Nimm den Ehefrauen das letzte Wort

und erinnere die Männer an ihr erstes.

Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit

und der Wahrheit mehr Freunde.

Bessere solche Beamte, Geschäfts- und Arbeitsleute,

die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.

Gib den Regierenden gute Deutsche

und den Deutschen eine gute Regierung.

Herr, sorge dafür, dass wir alle

in den Himmel kommen

-         aber nicht sofort - .

Segen:

Ø     Der allmächtige Gott hat uns durch die Auferstehung seines Sohnes aus Sünde und Tod befreit; 
er segne uns und schenke uns seine Freude. – Amen.

Ø     Und Christus, mit dem wir auferstanden sind durch den Glauben, bleibe bei uns in den dunklen Stunden unseres Lebens. – Amen.

Ø     Das gewähre euch der dreieinige Gott, 
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. – Amen.

Schlusslied: Gut, dass wir einander haben,   1. u. 3.