Einführungsgottesdienst
                                                               
                                                               






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Einführungsgottesdienst

St. Antonius/St. Bonifatius Holsterhausen

25.10.2009 - 30. Sonntag B

 

 

1. Teil in St. Antonius

 

Zum Einzug: Erfreue dich Himmel (259, 1 + 6 )

Verlesung der Ernennungsurkunde: Pfr. Franke

Begrüßung: 1 Vertreter (E. Heuser) von PGR/KV

Liturg. Eröffnung: Roeger

Ø     Im Namen des Vaters.....

Ø     Jesus, unser Weg, unsere Wahrheit und unser Leben, sei mit euch!

Einleitung: Roeger

Ø     Liebe Gemeinde St. Antonius, liebe Gemeinde St. Bonifatius, liebe Gäste, liebe Weggefährten und Weggefährtinnen!

Ø     „Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.” So wusste schon ein griechischer Denker. Und daher freue ich mich darüber, dass so viele gekommen sind, diesen Anfang mitzubegehen. Und dieser Anfang beinhaltet ein mehrfaches.

Ø     Sie, liebe Mitchristinnen und Mitchristen in Holsterhausen, müssen sich an einen neuen Priester gewöhnen. Sie müssen sich damit vertraut machen, dass nach dem Weggang zweier Pfarrer nur ein Pfarrer für beide Gemeinden zuständig ist. Sie dürfen sich zugleich darüber freuen, dass nun ein Team von drei Seelsorgerinnen und Seelsorgern gemeinsam mit Ihnen nach Wegen suchen möchte, wie das heute gehen kann, mit Gott zu leben.

Ø     Ich muss mich in ein ganz neues Gefüge einlassen, ich muss Gewohntes und Liebgewordenes zurücklassen und darf zugleich viel Neues und ganz besonders neue Menschen kennenlernen.

Ø     „Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.” Und da tut es mir gut, dass viele diesen Anfang begleiten. Neben den vielen Gemeindemitgliedern von St. Antonius und St. Bonifatius sind einige trotz einer etwas unglücklichen Terminüberschneidung aus Schapdetten und Appelhülsen gekommen. Auch wenn ich natürlich nicht alle sehen kann, weiß ich zudem, dass meine Eltern und weitere Familienmitglieder sowie einige Weggefährten und Mitbrüder gekommen sind. Namentlich erwähnen möchte ich nur zwei, über deren Kommen ich mich sehr freue, weil mich die Zusammenarbeit und der Austausch sehr bereichert haben. Pfarrer Gospos, dessen Kollegialität und Freundschaft mich im gemeinsamen Dienst in Schapdetten und Appelhülsen getragen hat, und Pfarrer Ring, mit dem ich in vielen Schulgottesdiensten und Gesprächen erleben durfte, wie bereichernd und unkompliziert Ökumene sein kann.

Ø     „Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.” Allerdings hat der Anfang auch seine Tücken. Sehr plastisch beschreibt das Johann Wolfgang von Goethe: „Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande.”

Ø     Daher möchte ich Sie, die beiden Gemeinden St. Bonifatius und St. Antonius und die Mitstreiter in der Schulpastoral herzlich darum bitten, bei den vielfältigen Aufgaben, die auf mich zukommen, mir zu helfen, das erste und entscheidende Knopfloch zu finden und mir auch zu sagen, wenn ich mal ungeschickterweise das richtige Knopfloch verfehle.

Ø     Unser aller Hilfe aber ist im Namen des Herrn. Ihn wollen wir um seine liebende und helfende Gegenwart im Kyrie bitten.

KyrieGl 850.

Gloria: Kirchenchor St. Antonius (Fr. Vieth)

Tagesgebet:

Guter Gott, im Namen deines Sohnes haben wir uns versammelt, um dir Lob und Dank zu sagen. Jeder von uns ist mit seiner Freude, mit seiner Hoffnung und mit seinen Befürchtungen da. Wir bitten dich: halte unsere Sehnsucht nach einem Leben mit dir wach und mache unseren Glauben fest, dass du es bist, der uns sehend macht für deine Wunder in unserem Leben; und mache stark unsere Liebe zu dir, die uns mit dir unser Leben gestalten läßt. Um dies bitten wir durch Christus...

Lesung1 Kor 3, 4-11 (Auswahl) (Lektor von St. Antonius)

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Schwestern und Brüder,

wenn einer sagt: Ich halte zu Paulus!, ein anderer: Ich zu Apollos!, seid ihr da nicht zu kleinlich? Was ist denn Apollos? Und was ist Paulus? Ihr seid durch sie zum Glauben gekommen. Sie sind also Diener, jeder, wie der Herr es ihm gegeben hat: Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber ließ wachsen. So ist weder der etwas, der pflanzt, noch der, der begießt, sondern nur Gott, der wachsen lässt. Wer pflanzt und wer begießt: Beide arbeiten am gleichen Werk, jeder aber erhält seinen besonderen Lohn, je nach der Mühe, die er aufgewendet hat. Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld, Gottes Bau. Der Gnade Gottes entsprechend, die mir geschenkt wurde, habe ich wie ein guter Baumeister den Grund gelegt; ein anderer baut darauf weiter. Aber jeder soll darauf achten, wie er weiterbaut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus.

Wort des lebendigen Gottes

Antwortgesang: Halleluja (alle – Chöre und Gemeinde)

Evangelium: Mk 10, 46-52 (Heilung des blinden Bartimäus) ( v. Tag)

Halleluja:

Predigt: Roeger

Ø     Liebe Gemeinde St. Antonius, liebe Gemeinde St. Bonifatius, liebe Gäste, liebe Weggefährten und Weggefährtinnen,

Ø     die Lesung, die ich für den heutigen Tag ausgesucht habe, hat etwas sehr verbindendes. Zunächst für mich persönlich. Diese Lesung hatte ich mir auch für den Verabschiedungsgottesdienst in Schapdetten gewünscht. Diese Verabschiedung war eine zweifache. Zum einen von mir und meinem Mitbruder, und zum anderen von der selbstständigen Existenz der Gemeinde, da es der letzte Gottesdienst vor der Fusion war.

Ø     Es ging mir darum, einen Bogen aufzuzeigen zwischen der ersten Taufe durch Bonifatius selber (so erzählt es zumindest die volkstümliche Geschichte) und all den Menschen, die den Glauben dann weiter gegossen haben. Und die Hoffnung, dass sie auch in der neuen fusionierten Pfarrei den Glauben weiter gießen werden.

Ø     Und auch hier in Holsterhausen ist es mir wichtig, zunächst an diejenigen zu denken, die den Glauben hier sozusagen gepflanzt haben. Allerdings können diese Menschen nicht wie in Schapdetten mit Namen benannt werden. Auf der Homepage von St. Antonius ist lediglich von Wanderpredigern die Rede.

Ø     Genauso wenig sind die meisten Namen all der Menschen bekannt, die in den letzten 1200 dafür gesorgt haben, dass der Glaube gegossen wird, damit er wachsen und lebendig werden und bleiben kann.

Ø     Bekannt sind mir persönlich allerdings ein paar Namen aus der jüngsten Vergangenheit. Ich denke dabei zunächst an meine beiden Vorgänger, Ludger Ernsting und Reinhard Vehring, die mit Herzblut in den beiden Pfarreien gewirkt haben. Auch wenn die beiden jetzt nicht hier sind, möchte ich Ihnen in Abwesenheit danken für die lebendigen Gemeinden, die sie mit aufgebaut haben und für ihre Hilfe, mir hier einen guten Anfang zu ermöglichen.

Ø     Genauso möchte ich mich bei den beiden Pastoralreferentinnen, Frau Beckmann und Frau Lewin, bedanken, die von hauptamtlicher Seite die sicher nicht immer einfache Zeit der Vakanz gestaltet haben und mir in vielen Begegnungen die beiden Gemeinden nahegebracht haben.

Ø     Herr Ernsting, Herr Vehring, Frau Lewin und Frau Beckmann, das sind Menschen, die mir namentlich bekannt sind und die kräftig gegossen haben.

Ø     Neben den hauptamtlichen Seelsorgern haben freilich noch ganz viele andere den Glauben gegossen. Ich denke an die musikalisch Tätigen, die in Gottesdiensten und darüber hinaus dazu beigetragen haben, dass der Glaube auch ins Herz gelangen kann. Ich denke an alle ehrenamtlich Engagierten, die zu einem lebendigen Glauben und einer lebendigen Gemeinde beigetragen haben. Aber ich denke auch an alle, die ihren Kindern von Gott erzählt haben und an alle, die einfach sich bemühen christlich zu leben und zu handeln. An alle, die andere in ihr Gebet mit einschließen. Und alle konnten es nur gemeinsam tun. Nur wenn der Glaube von allen gemeinsam gegossen wird, dann kann er wachsen.

Ø     Der heutige Tag bedeutet in der Geschichte der beiden Gemeinden einen gewissen Einschnitt, der nicht nur mit meiner Einführung zusammenhängt.

Ø     Beide Gemeinden haben keinen eigenen Pfarrer mehr, sondern müssen sich einen teilen, der zudem noch einen Auftrag in Schulpastoral hat. Zugleich sind auch Frau Lewin und Frau Beckmann als Pastoralreferentinnen für beide Gemeinden ernannt worden. Mit anderen Worten beginnt für beide Gemeinden heute ein neues Kapitel auch dadurch, dass es ein neues Dreierteam gibt, das gemeinsam für beide Gemeinden zuständig ist.

Ø     So gravierend manchem auch diese Änderung erscheinen mag, so meine ich dennoch, dass sich das wichtigste nicht geändert hat. Wir alle sind als Christinnen und Christen dazu aufgerufen, den Glauben zu gießen. Das scheint mir das zentrale zu sein. Glaube kann nur da wachsen, wo er gegossen wird. Glaube kann nur dann wachsen, wenn jeder an seinem Ort gießt. Sei es bei der Erziehung seiner Kinder, sei es durch das Engagement in der Jugendarbeit, sei es durch einen liturgischen Dienst, sei es im selbstverständlichen Gebet in der Familie, sei es in der Gremien- oder Verbandsarbeit. Nur wenn jeder und jede den Glauben da gießt, wo er lebt, nur wenn viele den Glauben in den Gemeinden gießen, dann kann er weiter wachsen. Das wird bei allen Strukturänderungen und auch bei manchen Kürzungen, die bspw. daraus resultieren, dass ich der einzige Priester in den beiden Gemeinden bin, immer so bleiben. Der Glaube kann nur da wachsen, wo möglichst viele ihn gießen, und wo einige ihn ganz besonders intensiv gießen. Und das Gießen ist eine Aufgabe von allen, von uns hauptamtlichen Seelsorgern genauso wie von jeder Christin und jedem Christ.

Ø     Freilich ist dieses Gießen nicht immer einfach und auch wenn gegossen wird, wächst der Glaube nicht unbedingt. Wir leben in einer Zeit, in der der Glaube, so hat es manchmal den Eindruck, an Bedeutung verliert. Oft wird dies am statistisch bundesweit feststellbaren Trend des Rückgangs kirchlicher Vollzüge festgemacht.

Ø     Die Gleichsetzung kirchlicher Vollzüge mit dem Glauben ist freilich nicht ungefährlich, gibt es doch auch viele Menschen, die sich als gläubig bezeichnen, auch wenn sie der Kirche fernstehen.

Ø     Mir persönlich scheint ein anderes Problem drängender zu sein. Ich erlebe zunehmend, dass Gott selbst zur Frage wird. Gibt es ihn? Kann ich ihn erfahren? Hat er etwas mit dem Leben zu tun?

Ø     Bezüglich der Zukunft des Christentums hat mich ein Satz von Karl Rahner, dem wohl größten Theologen des letzten Jahrhunderts, sehr geprägt.

Ø     Der Christ von Morgen wird ein Mystiker sein, jemand, der etwas von Gott erfahren hat, oder er wird nicht mehr sein.

Ø     Und daraus ergibt sich für die Seelsorge heute als wichtigste Aufgabe, den Menschen sehen und erfahren zu helfen, dass es Gott gibt. Es geht m. E. darum, Menschen Erfahrungen mit der Gegenwart Gottes zu ermöglichen. Es geht darum, ihnen sehen zu helfen, wo Gott überall erfahrbar ist. Denn die Welt ist Gottes so voll. Das theologische Fachwort dafür ist Mystagogie. Dieses Thema hat mich in Bezug auf die Schulpastoral übrigens in meiner Dissertation sehr beschäftigt.

Ø     Jetzt mag der eine oder die andere denken. Gotteserfahrungen, das ist doch etwas ganz besonderes, das machen nur ganz wenige Menschen.

Ø     Das aber ist ein Irrtum. Gotteserfahrungen bzw. Transzendenzerfahrungen passieren einfach im Alltag, man muss nur genau hinsehen.

Ø     Ein Hinweis auf Gott kann die Erfahrung tiefer Freundschaft oder Liebe sein. Da ist jemand, der sagt ja zu einem, der steht zu einem. Der teilt einem die tiefsten Gedanken mit. Der nimmt einen bedingungslos an. Und das, obwohl er auch um die Fehler von einem weiß, um die Schwächen und auch um mögliche Enttäuschungen in der Freundschaft. Kann darin nicht bewusst oder unbewusst erahnt werden, dass es einen tiefsten Grund solcher Freundschaft oder Liebe gibt?

Ø     Oder jemand feiert aus vollem Herzen seinen Geburtstag. Er feiert damit sein Leben, er ist dankbar dafür, dass er lebt, dass er leben darf. Kann in diesem Dank nicht eine Ahnung davon aufscheinen, dass das Leben ein Geschenk ist? Ein Geschenk, das sich keiner selber machen kann. Das Leben als Geschenk dessen, der uns ins Dasein gerufen hat.

Ø     Oder eine Mutter tröstet ihr vielleicht durch Dunkelheit oder einen schlechten Traum geängstigtes Kind und sagt ihm, dass es keine Angst haben brauche, alles sei in Ordnung und alles werde wieder gut. Das Kind hört bald auf zu schluchzen, weil es sein Vertrauen zur Wirklichkeit zurückgewonnen hat und in diesem Vertrauen wieder einschlafen kann.
Kann sich in diesem Spenden von Trost nicht auch ein Vertrauen auf Gott oder zumindest eine Ahnung von Gott zeigen? Denn wenn es keinen Gott gäbe, wäre der Trost im letzten eine Lüge. Denn es wird ja nicht immer alles wieder gut. Und die Welt, der das Kind trauen soll, ist ja die Welt, in der es auch Leid gibt. Und wenn es keine andere Welt und keinen lebensspendenden Gott geben sollte, so ist die letzte Wahrheit dieser Welt, daß sie Mutter und Kind tötet. Deshalb kann in jedem Trösten auch die Ahnung Gottes aufscheint. Denn Gott ist der Grund dafür, dass wir sagen können: Alles wird gut. Und somit ist es letztlich - zumeist wohl unbewusst - auch eine Erfahrung mit Gott oder zumindest eine Ahnung Gottes, wenn Eltern ihr Kind trösten.

Ø     Mit anderen Worten: Die Welt ist Gottes so voll. Nur oft sind wir blind.

Ø     Und daher scheint mir die wesentliche Aufgabe von Seelsorgerinnen und Seelsorgern zu sein, Menschen sehen zu helfen, wo Gott sein kann, wo Erfahrungen mit ihm möglich sind.

Ø     Heute starten wir drei, Frau Beckmann, Frau Lewin und ich offiziell als neues Team. Und jeder hat seine besonderen Aufgaben in den beiden Gemeinden. Und die vornehmste scheint mir zu sein, Menschen sehen zu helfen.

Ø     Und daher werden wir drei ganz kurz exemplarisch aus einem unserer Aufgabenbereiche erzählen, wo wir Menschen sehen helfen wollen.

Ø     Ich möchte, da ich gerade sowieso rede, den Anfang machen und mich, da ich schon einiges erzählt habe, ganz kurz fassen. Zu meinen schönsten und wichtigsten Aufgaben gehören die Taufen und die Besuche vor den Taufen.

Ø     Ich habe es oft erlebt, dass auch Eltern, die dem Glauben fernstehen, hier plötzlich sehr aufmerksam für Gott wurden. So ein Baby ist ein Wunder. Das bleibt bei allem Wissen, wie ein Baby entsteht. Es bleibt ein Wunder. Hier zeigt sich der Urgrund des Lebens und es entwickelt sich zugleich das Gespür, dass wir nicht alles in der Hand haben. Es gibt das Bedürfnis, dieses Kind einem anderen anzuvertrauen. Eine gute Gelegenheit auch unseren dreieinen Gott zur Sprache zur bringen, einen Gott, der uns als Vater und Schöpfer in die Welt gerufen hat, der als Sohn unsere Leben geteilt hat und uns den Weg zum Leben zeigt, wie wir gleich im Hochgebet ‚Jesus, unser Weg’ bekennen werden und der als Geist in unseren Herzen wohnt.

Ø     Zwei weitere Möglichkeiten hören wir jetzt von Frau Beckmann und Frau Lewin.

Statements zu ‚Sehhilfen’:  Frau Lewin

Ø      Sehen helfen mit den Augen des Glaubens, die heilende und hoffnungsvolle Botschaft Jesu den Menschen nahe bringen – das ist auch besonders wichtig im Zusammenhang von Tod und Trauer. Es ist ein wichtiger Bereich der Seelsorge für uns Hauptamtliche, aber es begegnet auch allen anderen in der Gemeinde Tag für Tag.

Ø      Ich möchte dazu ein paar Gedanken vorstellen in Anknüpfung an das Evangelium von der Heilung des blinden Bartimäus.

Ø      Manchmal sind Trauernde dem blinden Bartimäus ähnlich.  Sie ziehen sich an den Straßenrand des alltäglichen Lebenszurück.. Sie sehen oft schwarz, sehen nicht, wie es weitergehen soll.

Ø      Oder sie haben wie der blinde Bartimäus das Gefühl, zum Schweigen verurteilt zu sein. Sie wollen oder dürfen nicht den reibungslosen Ablauf des Alltags der anderen stören. Manchmal gestatten sie sich auch selbst nicht, sich die Zeit zu nehmen, die sie brauchen für ihre Trauer. Allzu schnell wollen oder sollen sie wieder funktionieren.

Ø      Und wir sind manchmal wie die Vorübergehenden, blind für diejenigen, die am Rand sitzen. Viele fühlen sich hilflos und haben am liebsten, wenn der Bedürftige, der Trauernde sich ruhig verhält und sich nicht bemerkbar macht.

Ø      Jesus geht dem Leid seiner Zeit nicht aus dem Weg. Er sucht es auf und sieht dahinter den Menschen, der es zu tragen hat. Und er stellt die entscheidende Frage:
„Was willst du, dass ich dir tue? Was soll ich für dich tun?“

Ø      Jesus schenkt Bartimäus seine volle Aufmerksamkeit und fragt ihn selbst, was er braucht, um heil zu werden. Jesus nimmt ihn ganz ernst mit seiner Not und versetzt sich ganz in die Perspektive des anderen.

Ø      Klagende hören, Trauernde sehn…so singen wir in einem Lied. Was kann das konkret für uns heißen als Christen in der Gemeinde?

Ø      Trauernden nicht aus dem Weg gehen, da sein, mit ihnen aushalten, sie ansprechen, ihnen Raum geben, auch zum Weinen. Ihren Schmerz nicht schmälern und wegreden, sie fragen: Was willst du, das ich dir tue?

Ø      Für die Hauptamtlichen heißt es darüber hinaus, den Abschied von den Verstorbenen würdig zu gestalten, Rituale bereitzustellen, die das Trauern in einer stärkenden Gemeinschaft ermöglichen, die heilende und tröstende Botschaft zu verkünden von einem Gott, der uns Leben schenkt auch über den Tod hinaus.

Ø      Und dafür eintreten, dass es entgegen allen Tendenzen zur Privatisierung eine Kultur des Sterbens und des Trauerns gibt, die zum Ausdruck bringt, dass jeder Mensch eine unverlierbare Würde hat und einen unauslöschlichen Namen bei Gott.

Statements zu ‚Sehhilfen’:  Frau Beckmann

Lied: ‚Zeige uns den Weg’

 

Auszug aus der Kirche – Messdiener mit Kreuz vorweg

 

Bus steht bereit, fährt nach St. Bonifatius

 

Station vor der Martin-Luther-Kirche (Sprecher auf Stufen an der Kirche, Mikro von St. Antonius)

 

Chor Martin-Luther

 

Fürbitten: # 358,3

Martin-Luther, Kindergarten St. Antonius, kfd St. Bonifatius, Kolping St. Antonius, Messdiener St, Bonifatius Liedruf 358, 3

 


 

2. Teil in St. Bonifatius

 

Gabenbereitung: Jesus Christ, bread of life (Chöre St. Bonifatius)

Gabengebet: MB oder

Gott, wir glauben an dich und daran, dass aus diesem Brot der Leib deines Sohnes und aus diesem Wein das Blut deines Sohnes wird, wenn du deinen Geist schickst. Sende uns diesen Geist und lass uns den erkennen, der uns hier zusammenführt, dein Sohn Jesus, unser Bruder und Herr.

Präfation:  ‚Jesus, unser Weg’

Sanctus:  Laudate omnes gentes

Hochgebet: ‚Jesus, unser Weg’

Während des Hochgebetes: mehrfach

Ø     Gott, du bist gut. Daher danken wir dir voller Freude. (Zelebrant)

Ø     Liedvers: Danket, danket dem Herrn…(283) (Kinder, auch Gruppe B. Bolle – Kinderchor St. Antonius)

Agnus Dei: Kanon: Wo zwei oder drei (Chöre und Gemeinde)

Mahlspruch:

Ø     Kein Auge hat es gesehen, kein Ohr hat es gehört, was Gott denen bereitet, die ihn lieben. (vgl. 1 Kor 2:9)

Kommunion:

Ø     3 Kommunionhelfer von St. Bonifatius

Ø     Roeger, Beckmann, Lewin
(zwei in der Mitte, 2 an den Seiten bis hinten, Chor, Orgelbühne)

Schlussgebet:

Gütiger Gott, du hast uns mit dem Brot des Lebens gestärkt. Lass deine Kraft in uns wirken und befähige uns zu einem Leben in der Nachfolge deines Sohnes, der mit dir lebt und Leben schafft in Ewigkeit.

Segen:

Nach dem Segen:

Ø     Grußworte

Ø     Einladung zur Begegnung im Pfarrheim (M. Krukenberg, M. Rother)

Schlusslied: Großer Gott, Gl 257, 1+2 (Gemeinde und alle Chöre)