Finsternis verbreiten - Licht sein für andere





Finsternis verbreiten -  Licht sein für andere
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St. Ursula Realschule

09.12.2010 (VB 8c)

Finsternis verbreiten - Licht sein für andere

 

Zu Beginn:

Ø     Wenn alle Schülerinnen da sind, wir im Raum das Licht ausgemacht

Begrüßung und Einführung in das Thema: Laura

CD Vorspielen ‚Kriege des Lichts’ (Silbermond)

Ø     Schülerinnen der 8c ziehen mit Kerzen ein, diese werden vor den Altar gestellt. Vier große Kerzen werden auf einen bereit stehenden  Tisch gestellt

Licht-Impulse:

Ø     Negative Äußerungen: Licht auslöschen        ; Positive Äußerungen: Licht anzünden
Laura sitzt auf dem Tisch.

Ø     Saskia: Du hast eine bekloppte Lache.

Ø     Sonja: Du kommst immer zu spät.

Ø     Ann Kathrin: Du trägst voll die abgegammelten Klamotten.

Ø     Daria: Du hast eine hässliche Frisur.
Laura sitzt jetzt im Dunkeln.

Ø     Elisa: Du sagst immer deine Meinung, das finde ich gut.

Ø     Paula: Mit dir hat man immer Spaß und nie Langeweile.

Ø     Steffi: Du bist sehr nett und hilfsbereit.

Ø     Kimberly: Du bist fröhlich und lachst viel.

Liturgische Eröffnung: Roeger

Ø     Wir sind zum Gottesdienst zusammengekommen, weil wir uns stärken lassen wollen in dem Vertrauen, dass Gott unser Licht ist.

Ø     Und so beginnen wir

Ø     Im Namen des Vaters...

Ø     Jesus, der Licht für uns Menschen sein möchte, er sei mit euch!

Tagesgebet: Roeger

Gott, du hast deinen Sohn als Licht in die Welt gesandt. Die Kerzen, die wir in den Tagen des Advents so zahlreich entzünden, möchten an Jesus Christus erinnern, der jeden Menschen erleuchten will. Wir bitten dich: Hilf uns besonders in der Vorbereitungszeit auf Weihnachten zu spüren, dass du unser Licht bist und hilf uns, Licht für andere zu sein. Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Geschichte: Das Licht des Weisen

In einem fernen Land lebte ein weiser Mann. Viele Menschen kamen zu ihm, um Rat zu holen. In seiner einsamen Hütte stand immer eine brennende Kerze im Fenster. Es ging das Gerücht um, dass diese Kerze niemals verlöschen könne. So machten sich viele Menschen auf, um sich Licht vom Weisen zu holen.

Eines Tages kam ein alter Mann, dessen Frau gestorben war. „Ich komme zu Dir, um Deine Hilfe zu erbitten,“ sprach der Alte. „Mein Herz ist finster und voller Traurigkeit. Ich habe die Freude verloren. Gib mir von Deinem Licht; vielleicht kann es mein Leben wieder heller machen.“

„Ich gebe Dir gerne von meinem Licht“, sprach der Weise. „aber höre: dieses Licht ist nur Abglanz des Lichtes, das in Dir brennt. Du musst lernen, dieses innere Licht in Dir wieder zu entdecken. Geh nach Hause und betrachte das Licht, sooft Du kannst.“

So tat der alte Mann, und immer, wenn er vor der Kerze saß, kamen ihm viele Gedanken. Manchmal wurde seine Traurigkeit noch größer, aber manchmal war er auch getröstet und richtig froh.

Eines Tages, als er wieder einmal vor der Kerze saß, war es ihm, als höre er Worte: „Fürchte Dich nicht. Hab Mut! Ich bin bei Dir. Auch für Dich wird alles gut!“

War das nur Einbildung oder hatte jemand wirklich die Worte gesprochen.

Ganz gleich wie es war, sie veränderten plötzlich sein Leben. Immerzu dachte er daran und er begann, das Leben wieder neu zu sehen.

Und als eines Tages die Kerze niedergebrannt war, da wusste er, dass er sie gar nicht mehr brauchte, weil das Licht nun in seinem Herzen brannte.

Lied:

Evangelium: Joh 1, 5-9 (Roeger)

Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.

Predigt Teil I:

Ø     Liebe Schülerinnen, liebe LehrerInnen,

Ø     die entscheidenden Aspekte, die die Geschichte ‚Das Licht des Weisen’ und das Evangelium miteinander verbinden, sind Licht und Finsternis.

Ø     Der alte Mann in Geschichte hatte ein Herz, das voll war von Traurigkeit und Finsternis.

Ø     Und im Evangelium war auch die Rede von einer Finsternis. Die Finsternis wird nicht näher beschrieben, sie muss aber gewaltig gewesen sein, sonst hätte der Evangelist Johannes nicht extra betont, dass die Finsternis das Licht nicht erfasst hat.

Ø     In gewisser Weise gibt es auch in unsere Leben so etwas wie Finsternis, wo wir dringend Licht brauchen.

Ø     Einige Schülerinnen der 8c werden jetzt einige Beispiele nennen:

Beispiele: Schülerinnen

Ø     wenn ich Streit mit meinen Eltern hatte

Ø     wenn Versprechen nicht eingehalten wurden

Ø     wenn ich eine wichtige Person in meinem Leben verliere durch Umzug oder Tod

Ø     wenn ich etwas verboten bekomme.

Ø     wenn ich mich zwischen zwei Möglichkeiten nicht entscheiden kann.

Ø     wenn ich etwas falsch gemacht habe.

Predigt Teil II:

Ø     Liebe Schülerinnen, liebe LehrerInnen,

Ø     ich weiß natürlich nicht wie es euch geht, wenn es Streit gibt, wenn man enttäuscht wird, wenn man sich nicht entscheiden kann... Und euch fallen bestimmt noch andere Situationen ein, die euch persönlich belasten.

Ø     Mir persönlich geht es in solchen Situationen ziemlich schlecht. Ich bin ein Mensch, der am liebsten mit allen anderen harmonisch zusammenleben möchte und der daher Auseinandersetzungen oder Enttäuschungen nicht sofort leicht verkraftet.

Ø     Und manchmal gibt es dann Momente, wo ich irgendwie alles ziemlich doof finde und ich mich am liebsten zurückziehen würde.

Ø     Meistens tue ich es nicht. Denn es gibt glücklicherweise Menschen, die mich aufbauen und gegebenenfalls trösten, die mir Hilfe anbieten, eine Situation durchzustehen, die mir einfach Kraft geben oder die mir helfen, eine Entscheidung zu treffen und durchzuhalten oder die mir einfach Kraft schenken.

Ø     Wenn ich das in den Worten der Lesung ausdrücken möchte, könnte ich sagen, dass es Menschen sind, die mir helfen, das Licht, das tief in mir ist, wieder zum Leuchten zu bringen.

Ø     Diese Menschen sind Licht für mich, machen mein Leben hell.

Ø     Im Evangelium war die Rede von einem Licht, dass selbst die Finsternis nicht auslöschen kann. Gemeint ist mit diesem Licht Jesus. Er möchte das Leben von uns Menschen hell machen.

Ø     Und mir scheint, dass ist auf zweierlei Weise möglich. Ich erfahre es auf jeden Fall auf zweierlei Arten.

Ø     Zum einen bin ich ein Mensch, der betet. Und im Gebet geht mir bisweilen ein Licht auf, ich werde getröstet oder weiß plötzlich besser, was bspw. die richtige Entscheidung ist. Besonders intensiv erfahre ich das oft in Gottesdiensten, besonders in der Messe, in der mir Jesus in der Gestalt des Brotes, der Hostie ganz nahe kommt, er mich sozusagen von innen mit seinem Licht erfüllt.

Ø     Zum anderen spüre ich das durch gute Freunde, die einfach da sind, die mich unterstützen.

Ø     Und am besten ist natürlich, wenn alles zusammenkommt.

Ø     Und so wünsche ich Euch, liebe Schülerinnen, dass Ihr immer jemanden habt, der Licht für Euch ist. Und ich wünsche Euch auch, dass Ihr erfahren könnt, das Jesus euer Licht ist, dass ihr ihm dann, wenn es euch so richtig dreckig geht, einfach alles erzählt und Ihr dann eine gewisse Ruhe oder Tröstung erfahrt.

Ø     Im Evangelium war dann noch die Rede davon, dass Johannes Zeuge für das Licht sein soll. Und ich denke, das ist auch ein Auftrag an uns. Dass wir uns bemühen, Licht für andere zu sein.

Ø     Und schon dieses Bemühen hat für mich ganz viel mit dem Glauben zu tun. Denn ich denke, wenn ich durch andere Menschen wieder etwas Licht in meinem Leben spüre, dann fällt es mir auch einfacher an das Licht zu glauben, das Jesus ist.

Fürbitten:

Ø     Ann Kathrin: Hilf uns, dass wir lernen, Freude auszustrahlen und anderen Mut zu machen.

Ø     Sonja: Hilf uns, durch Liebe zu leuchten und somit anderen zu helfen, die im Dunkeln leben.

Ø     Daria: Hilf uns, anderen Licht und Liebe zu schenken, auch wenn es nicht immer leicht ist.

Ø     N.N.: Schenke den Eltern und Kindern, die miteinander streiten, das Licht der Versöhnung.

Ø     N.N.:  Hilf uns, unsere Fehler zu berichtigen und führe uns ans Licht.

Lied zur Gabenbereitung:

Gabengebet

Guter Gott, was wir als unsere Gaben zum Altar gebracht haben, ist dein Geschenk. Verwandle diese Gaben zum Sakrament, das Leben und Licht schenkt in Christus, unserem Herrn.

Präfation:

Sanctus:

Hochgebet:

Agnus Dei:

Lied nach der Kommunion oder Orgelspiel: ( evtl. Lea )

n. d. Kommunion: Schülerinnen

Ø     In diesen dunklen Tagen, Gott,
schenkst du mir Licht
von deinem Licht.
In deinem Licht finde ich
meinen Weg,
sehe ich einen Ausweg
aus Nacht und Finsternis.

Ø     Licht, geboren in der Nacht,
du leuchtest in der Finsternis
dieser Welt,
um neues Leben zu erwecken.
Lebensspendendes Licht,
meinen Händen anvertraut,
erwärme mein Licht,
bis es glühen beginnt.

Ø     Leuchtendes Licht,
brennend dich selbst verzehrend,
schenkst du Glanz und Hoffnung,
Geborgenheit und Ruhe.

Ø     Gott,
in deinem Licht darf ich leben,
Frucht bringen und reifen.
Durchdringe und erfülle mich,
damit ich durch dich
zum Licht für andere werde.

Segen:

Schlusslied: