Grußwort Weihnachten 2010


Grußwort Weihnachten 2010
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"Fröhliche Weihnachten überall

tönet durch die Lüfte froher Schall.

Weihnachtston, Weihnachtsbaum,

Weihnachtsduft in jedem Raum!"

 

Dieses fröhliche, von Hoffmann von Fallersleben verfasste Weihnachtslied kann ein Wegbegleiter durch die diesjährige Advents- und Weihnachtszeit sein, die unter der Überschrift steht: Mit allen Sinnen auf dem Weg.

Gott möchte uns auf viele verschiedene Weisen ansprechen.

Er spricht uns z. B. in den Gottesdiensten durch die Texte der Heiligen Schrift, durch Gedanken der Vorbereitungsgruppen und durch die Predigten an. Und schon das gesprochene Wort enthält Färbungen, die uns auch im Innersten berühren.

Noch deutlicher wird das im gesungenen Wort, in den Liedern, die unser Herz ansprechen und uns bisweilen als Ohrwurm begleiten. Genauso gilt das für den fröhlichen Klang der Glocken, die gerade in der besonders geschmückten Atmosphäre der Adventszeit eine besondere Stimmung hervorrufen können.

Die vielen Lichter in der Adventszeit erhellen das Dunkel der schon früh hereinbrechenden Nächte, sie verweisen auf den Weihnachtsbaum, der vor Licht nur so strahlt und so Zeugnis ablegt für Christus, das Licht, das das Dunkel der Welt erleuchtet.

Zur Adventszeit gehören zu Hause anheimelnde Düfte. Plätzchen werden gebacken, manche Duftkerze brennt gerade im Advent. Und auch die Kirche wird durch Düfte erfüllt, der verwendete Weihrauch, der Duft des Adventskranzes, kurz vor Weihachten der Duft der Weihnachtsbäume.

Mit allen Sinnen dürfen wir Gottes Liebe zu uns wahrnehmen. Ähnlich wie in einer Liebesbeziehung, die nicht nur geprägt ist durch das nüchterne Wort 'Ich liebe dich!'. Dieses Wort sagt natürlich das Wesentliche aus, aber das Wort allein bleibt noch steril. Das Wort wird daher ergänzt und bekräftigt durch den Duft des Gegenübers, seine Mimik und das Spüren seiner Nähe.

In ähnlicher Weise möchte Gott uns begegnen und sich spüren lassen, durch die vielfältigen Düfte, die Musik, das Hören der biblischen Verheißungen, durch den Zauber des Lichts in der Dunkelheit der Welt, durch das Ergreifen all unserer Sinne. Kurz: So vieles kann uns Momente der Nähe Gottes schenken, wenn wir dafür empfänglich sind.

Sehr schön bringt folgendes Gebet die adventlichen Hoffnungen sinnenhaft zum Ausdruck:

 

Herr, lass dein Licht leuchten über unseren Wegen:

Dass uns die Ohren aufgehen für dein Wort

und die Augen für das, was du tust,

dass wir Geschmack finden an deinen Verheißungen,

dass wir Augen und Ohren füreinander haben

und miteinander stärker sind als Dunkelheit und Angst.

Lass dein Licht leuchten über unseren Wegen,

dass wir erkennen und sicher sind,

dass es keinen anderen gibt, auf den zu warten sich lohnt.