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Herzlich Willkommen!

Verabschiedung (von) der Pfarrei St. Bonifatius

 

 

 

 

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Eucharistiefeier

anlässlich der Auflösung der Pfarrei St. Bonifatius

5.9.2009 - 17 Uhr

16.45 - Segnung der Bronzetafel

 

 

 

 

Segnung der Bronzetafel (16.45 Uhr)

Gemeinsamer Gang zur Bronzetafel:

Lied: Chorisma

Ansprache von H. Rütering:

Segnung der Bronzetafel:

Lasset uns beten:

Allmächtiger Gott, wenn du das Haus nicht baust, bauen die Bauleute vergebens. Du hast deinen Sohn zum Eckstein und Fundament deines Reiches gemacht.

Wir bitten Dich, segne + diese Bronzetafel, damit sie uns heute und in kommenden Zeiten an die Geschichte der St. Bonifatius-Kirche und des Gemeindelebens in Schapdetten erinnert und uns das tiefste Fundament der Kirche und des Glaubens wach hält, das du selber bist. Du hast die Macht für ewige Zeiten. Dir sei Lob und Dank, durch Christus, unseren Bruder und Herrn.

Besprengung der Tafel mit Weihwasser:

Gemeinsames Lied: ‚Bonifatius-Lied’ (Liedzettel)

Einzug in die Kirche:

 


 

Eucharistiefeier (17 Uhr)

 

Zum Einzug: # 639, 1-3 ‚Ein Haus voll Glorie’ (Gemeinde)

Liturg. Eröffnung:

Ø     Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Ø     Christus, das Fundament der Kirche, sei mit euch!

Einleitung:

Ø     Liebe Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Bonifatius Schapdetten, liebe Gäste,

Ø     Sie wundern sich vielleicht über die etwas merkwürdige Anrede. Aber es ist eines der letzten Male, dass ich dies sagen darf. Pfarrei bzw. Pfarrgemeinde St. Bonifatius.

Ø     Dieses Wissen ruft wehmütige Gefühle hevor, ein gewisser Abschiedsschmerz stellt sich ein.

Ø     Und doch feiern wir Eucharistie, sagen wir Dank. Danke für alles, was Gutes gewesen ist.

Ø     Bevor wir Danke sagen, wollen wir unsere Gefühle Gott anvertrauen, ihn um sein Mitgehen in die Zukunft der neuen Pfarrei bitten, ihn um sein Erbarmen bitten.

Kyrie: Joykids

Überleitung: # 831 ‚Laudate omnes gentes’ (Gemeinde mit Chorgemeinschaft)
3 Messdiener stehen mit geöffnetem Register vor den Altarstufen

Ø     Priester: Wir sagen Danke für all die Menschen, die hier mit uns gelebt haben. Gleich werden die Bücher zugemacht, aber alles was war, hat Bedeutung.  

Ø     Taufbücher (Bernhard Aldenborg):

Vor 75 Jahren wurde ich in unserer Pfarrgemeinde getauft. In der Taufe hat Gott mich bei meinem Namen gerufen.

Jeder Getaufte geht mit seinem Namen und seiner Geschichte in die neue Gemeinde ein

Ø     ‚Laudate omnes gentes’

Ø     Trauregister: (Volker und Manuela Brüß):

Vor 16 Jahren haben wir uns hier in unserer Kirche das Jawort gegeben und Gott um seinen Segen gebeten. Die Liebe Gottes haben wir auch in unserer Ehe gespürt und an unsere Kinder weitergegeben. Wir hoffen, dass wir als Familie auch in der neuen Gemeinde unseren Platz finden.

Ø     ‚Laudate omnes gentes’

Ø     Sterberegister (Helga Eckhardt):

Alle, die vor uns gelebt haben, die zu unserer Pfarrei gehört und diese mit aufgebaut und geprägt haben, gehören in jeder Feier der Eucharistie mit zur communio der Glaubenden. Sie sind nicht vergessen und bleiben weiter in unserer Gemeinschaft.

Ø     ‚Laudate omnes gentes’

Ø     3 KV-Mitglieder nehmen den Messdienern die Bücher ab, machen sie feierlich zu und legen sie auf einen vorbereiteten Tisch vor dem Altar

Tagesgebet:

Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde, für unzählige Menschen ist die Bonifatius-Kirche ein wichtiger Ort, in dem sie dich gefunden haben, in dem wichtige Lebensereignisse, fröhliche und traurige begangen wurden, in dem sie die vielfältigen Feste des Kirchenjahres erlebt haben. Wir danken dir für die Gemeinschaft mit allen, die hier Gottesdienst gefeiert haben und feiern. Erfülle die Menschen, die dich hier suchen, mit deiner Freude und deinem Frieden im Heiligen Geist durch Christus, deinen Sohn und unseren Bruder, der mit dir in unserer Mitte lebt jetzt und in Ewigkeit.

Lesung1 Kor 3, 4-11

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Schwestern und Brüder,

wenn einer sagt: Ich halte zu Paulus!, ein anderer: Ich zu Apollos!, seid ihr da nicht zu kleinlich? Was ist denn Apollos? Und was ist Paulus? Ihr seid durch sie zum Glauben gekommen. Sie sind also Diener, jeder, wie der Herr es ihm gegeben hat: Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber ließ wachsen. So ist weder der etwas, der pflanzt, noch der, der begießt, sondern nur Gott, der wachsen lässt. Wer pflanzt und wer begießt: Beide arbeiten am gleichen Werk, jeder aber erhält seinen besonderen Lohn, je nach der Mühe, die er aufgewendet hat. Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld, Gottes Bau. Der Gnade Gottes entsprechend, die mir geschenkt wurde, habe ich wie ein guter Baumeister den Grund gelegt; ein anderer baut darauf weiter. Aber jeder soll darauf achten, wie er weiterbaut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus.

Wort des lebendigen Gottes

Antwortgesang: Joys

Evangelium: Mt 14,22-33

Jesus forderte seine Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme. Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu. Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.

Predigt:

Ø     Liebe Gemeinde,

Ø     die Lesung, die ich für den heutigen Anlass gewählt habe, beschreibt wie Kirche entsteht und wächst. Und diese Lesung lässt sich prima auf Schapdetten hin konkretisieren.

Ø     Den Anfang der Kirche in Schapdetten hat vermutlich der Heilige Bonifatius gelegt. So wird ein Dokument aus dem Jahr 745, in dem der damalige Papst Zacharias seine Freude in einem Schreiben an Bonifatius zum Ausdruck bringt, dass 4 sächsische Edelmänner bekehrt und getauft wurden, unter ihnen einer mit dem Namen „Dedda“ oder „Thetten“, mit Schapdetten in Verbindung gebracht. Somit hat Bonifatius vor 1264 Jahren den Glauben in Schapdetten gepflanzt.

Ø     Seitdem haben unzählige Seelsorger den Glauben immer wieder gegossen. Und ich freue mich daher sehr darüber, dass Pfarrer Vethake heute diesen Gottesdienst mit uns mit feiert, hat er doch in seinen Jahren als Pastor in Schapdetten die Gemeinde geprägt und vieles aufgebaut.

Ø     Auch von seinen Vorgängern habe ich immer wieder gehört. Und ich könnte jetzt eine lange Litanei von Namen aufzählen.

Ø     Das tue ich aus mehreren Gründen nicht. Erstens dauerte es zu lange, zweitens wäre die Gefahr zu groß, einen der Seelsorger zu vergessen, und drittens, selbst wenn ich alle Seelsorger aufzählen würde, wäre die Liste unvollständig.

Ø     Denn viele andere Menschen haben den Glauben gegossen und sind so zu wichtigen Glaubenszeugen geworden. Ich denke an die Eltern, die ihr Kind zur Taufe gebracht haben, die mit ihren Kindern gebetet haben, an alle Menschen, die sich um ein christliches Leben bemüht haben, alle haben sie den Glauben gegossen.

Ø     Und ich denke an die Menschen in jüngerer Zeit, die Gottesdienste vorbereitet und gestaltet haben, an all die Gruppen, die aktiv sind, an die Messdiener, an die KFD, an Kolping, an den Kirchenvorstand und den Pfarrgemeinderat, an die Lektoren und Kommunionhelfer, an das Büchereiteam, an die Caritasgruppe, an das Team der Seniorenstube, an die Chöre und viele andere Gruppen, aber auch an alle treuen Gottesdienstbesucher und die Menschen, die nicht mehr zur Kirche kommen können, bei denen ich aber von vielen weiß, dass sie treue Beterinnen und Beter sind. Ganz viele Menschen haben den Glauben gegossen.

Ø     Manchmal wird im Zusammenhang der Fusionen von Effektivität geredet. Das halte ich bezüglich des Glaubens für äußerst schwierig. Keiner kann es herstellen, dass jemand anders glaubt. Nicht wenige Eltern machen bei ihren Kindern diese Erfahrung. Gott ist es, der wachsen lässt.

Ø     Deshalb kann Pastoral nie an Kriterien der Effizienz gemessen werden. Wir können nur gießen, Gott ist es, der wachsen lässt.

Ø     Und daher ist zweierlei wichtig für die neue Gemeinde St. Martin. Den Glauben weiter zu gießen und Gott wachsen zu lassen.

Ø     Und ich hoffe dringend, dass es viele Menschen gibt, die sich auch weiter hier vor Ort einsetzen. Denn der Glaube kann nur vor Ort wachsen. Und genau darin liegt die Chance auch eines Seelsorgebezirkes Schapdetten.

Ø     Die Erfahrung zeigt, dass es eine enge Verbindung zwischen der Sehnsucht nach Mehr, nach Transzendenz, nach Religiösem, nach Gott einerseits und den Urkräften des Lebens wie Familie, Geburt, Wachstum, Nachbarschaft, Krankheit und Sterben andererseits gibt.

Ø     Christliche Glaubensvollzüge werden daher immer noch von ganz vielen genutzt für die machtvollen Zwecke von Familie - die Taufe dokumentiert bspw. gegenüber den eigenen Eltern und nach außen: Wir sind jetzt eine richtige Familie - oder für rituelle Bedürfnisse an Lebenswenden (Firmung, Ehe) und in Krisenzeiten (Krankensalbung, Krankenkommunion, Beerdigung).

Ø     Der Ort, wo die Häuser stehen, über die die Jahreszeiten hinweggehen und wo die großen Rhythmen von Geburt, Aufwachsen, Liebe, Fruchtbarkeit, Altern und Sterben gelebt werden, ist diesen Zwecken besonders nahe.

Ø     Auch wenn manche darüber lästern, dass Eltern ihr Kind taufen lassen und dann nicht wieder zu sehen sind; dass nach der Erstkommunion viele nicht an den Sonntagsgottesdiensten teilnehmen oder Brautleute nach ihrer feierlichen Hochzeit erst wieder bei der Taufe die Kirche betreten, darf eines nicht übersehen werden, sondern muss viel mehr höchst wertgeschätzt werden. In diesen grundlegenden Vollzügen kann sich mehr ereignen, als wir sehen. Und insofern ist Kirche vor Ort die große Chance, dass Menschen in den verschiedenen Lebensrhythmen mit dem Glauben in Kontakt kommen.

Ø     Deshalb sollten wir hier besonders gießen und den Menschen entgegenkommen, damit sie an unserem Tun etwas von der Liebe Gottes erahnen können. Und daraus kann Neues entstehen. Vielleicht auch neue Formen, wie bspw. der Krabbelgottesdienst und seine Außenwirkung zeigt, so dass er jetzt von Nottuln und Darup vorbereitet wird, oder die stets phantasievoll vorbereitete und gut besuchte Familienmesse.

Ø     Gott ließ viel wachsen, weil viel gegossen wurde. Ich denke dabei an so vieles, dass ich es gar nicht alles aufzählen kann.

Ø     Und ich hoffe inständig, dass ganz viele weiterhin gießen. Allerdings erlebe ich im Zusammenhang mit der Fusion auch großen Frust und höre von nicht wenigen, dass sie sich zurückziehen wollen. Droht die Kirche in Schapdetten in eine Notsituation zu kommen, ähnlich wie die Jünger im Evangelium in Not geraten sind, in Seenot, so wird es oft in Bildern dargestellt.

Ø     Solche plakativen Bilder sind zwar beeindruckend, aber gleichen eher einer spektakulären Bildzeitungsmeldung und nicht der sachlichen Berichterstattung einer FAZ.

Ø     Denn der griechische Text erzählt von keiner Seenot. Die Jünger hatten schlichtweg Gegenwind. Oder um noch genauer mit dem griechischen Text zu reden: Der Wind stand ihnen entgegen.

Ø     Auf Deutsch sagt man: Es herrschte Gegenwind. Damit ist das Problem genau gefasst. Der Wind, der uns ins Gesicht bläst, hat etwas Beherrschendes, wenn er weht.

Ø     Wer nur mit dem Auto unterwegs ist, kennt das nicht: Es herrscht Gegenwind. Nur wer auf einem Fahrrad gegen die Herrschaft des Gegenwindes kämpft, weiß wovon im Evangelium die Rede ist.

Ø     Nicht nur das richtige Verkehrsmittel ist Voraussetzung, um die Erfahrung der Jünger zu teilen, sondern auch ein Zweites: man muss ein Ziel haben. Wer nirgendwohin will, der hat kein Problem mit dem Gegenwind, er kann sich jene Richtung aussuchen, in die der Wind ihn treibt. Nur - so habe ich mir sagen lassen - wer in der Norddeutschen Tiefebene mit dem Rad fährt wird frustriert feststellen, dass dort absolut immer Gegenwind herrscht.

Ø     Wer ein Ziel hat und auf dieses Ziel unbeirrt hinarbeitet, muss mit der Herrschaft des Gegenwindes rechnen. Und ich denke das Ziel Schapdettens in der fusionierten Gemeinde dürfte klar sein. Eine lebendige Keimzelle des Glaubens.

Ø     Kehren wir aber zu dem Boot im Gegenwind zurück. Die Jünger im Boot hätten es als gutes Zeichen interpretieren können, dass ihnen auf dem Weg, den sie eingeschlagen haben, Jesus begegnet. Dass sie ihn zuerst nicht erkennen schadet dabei nichts, denn Jesus gibt sich von sich aus schon zu erkennen.

Ø     Derjenige aber, der jetzt wieder ein besonderes Verhalten an den Tag legt und dabei wieder eine besondere Erfahrung macht ist Petrus. Wie dürfen diese Erfahrung getrost auf die Amtsträger in der Kirche übertragen, wie es guter kirchlicher Tradition entspricht.

Ø     Der Kern der Erfahrung des Petrus scheint mir die folgende zu sein. Außerhalb des Bootes geht Petrus einfach unter.

Ø     Trotz der Aufforderung und Einladung Jesu kann Petrus sich nicht kraft seines eigenen Glaubens über Wasser halten. Zu meinen, ich könnte aussteigen und meinen eigenen Weg zu Jesus gehen (er ruft ja!) ist schiere Selbstüberschätzung.

Ø     Und das ist nicht etwa an die Adresse irgendwelcher Außenseiter gerichtet, sondern an den Petrus-Felsen der Kirche, ja es gilt für jegliches kirchliche Amt.

Ø     Das Boot ist bekanntlich eines der ältesten Symbole für die Kirche. Daher kann die Symbolik gar nicht überschätzt werden, dass Petrus ‚außerhalb der Gemeinschaft der Gläubigen’ selbst nichts als kleingläubig ist und untergeht. Das gilt für den Petrus vor Ostern oder nach Ostern genauso wie für den Papst, jeden Bischof, jeden Priester und jede Pastoralreferentin bzw- referent heute.

Ø     Daher führt Jesus Petrus auch zurück ins Boot. Erst zusammen mit Jesus im Boot kann Petrus an das Ziel gelangen. Das kirchliche Amt ist folglich zugleich auf Jesus und die anderen Gläubigen angewiesen, wenn es Amt im Sinne Jesu Christi sein möchte. Natürlich sind die Gläubigen auf ihren Bischof und ihre Priester angewiesen, die katholische Kirche ist ohne das kirchliche Amt undenkbar. Umgekehrt ist der Bischof auf die Priester angewiesen, Priester und Bischöfe sind gemeinsam auf die Gläubigen angewiesen und auf ihre Erfahrungen mit Jesus.

Ø     Der bekannte Theologe Gisbert Greshake bemerkte einmal. „Ohne seine Priester ist der Bischof buchstäblich ‚machtlos’, bleibt sein Amt ‚leer’, ist er in gewisserweise ein ‚Nichts’.“ Und ohne eine tiefe Christusbeziehung und persönliche Beziehungen zu den Gläubigen seiner Gemeinde wird das Priestertum „zum religiösen Funktionärstum, unfruchtbar, abstrakt, leblos. Was Wunder, dass auch kein Leben von ihm ausgeht. Theologisch ist ein Amtsträger, der nur sein Amt ausübt, ein ‚monstrum’ eine ‚unmögliche Möglichkeit’“.

Ø     Petrus jedenfalls sah das nicht sofort so, deshalb ging er unter und konnte erst wieder sicher atmen als er mit Jesus und den anderen Gläubigen im Boot war.

Ø     Am Ende des Evangeliums steht die anbetende Erkenntnis: „Wahrhaftig, Du bist Gottes Sohn.“ Die Gemeinschaft mit Gott selbst wird dort erfahren, wo wir uns trotz des Gegenwindes im Vertrauen auf den Auftrag Jesu auf den Weg machen.

Ø     Wenn wir unser Leben nicht geschehen lassen und treiben lassen, sondern nach der Richtung fragen, dann werden wir uns im Glauben mit anderen in einem Boot finden. Es ist das Boot des gemeinsamen Glaubens in der Kirche. Der Glaube, der die Gegenstimmen und Gegenwinde erfährt, aber auch relativiert, weil er ein absolutes Ziel hat. Das Leben mit Jesus und die Vollendung bei Gott.

Ø     Es macht die Größe dieses Zieles aus, dass es sich im ganz Konkreten bewährt: dort wo ich lebe, dort wo ich Verantwortung trage. Das Ziel muss sich folglich auch konkret in Schapdetten bewähren.

Ø     Und ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie Ihren Weg in Schapdetten finden, damit der Glaube auch weiter gegossen wird und wachsen kann.

Ø     Ich habe jetzt bewusst gesagt, dass ich Ihnen das wünsche. Obwohl ich oft auf meinen Abschied angesprochen wurde, habe ich mich doch bemüht, ihn zu verdrängen.

Ø     Denn ich gehe sehr ungern. Ich habe mich hier wohlgefühlt und wäre gerne geblieben. Ich hätte gerne mit meinem Mitbruder Johannes Gospos weiter zusammengearbeitet.

Ø     Und es war für mich (und ist es immer noch) im letzten ein geistlicher Prozess, diesen Abschied und die Art und Weise seines Zustandekommens anzunehmen. Ich musste mir immer wieder klar machen, dass es meine Aufgabe als Priester ist, Menschen zu Jesus zu führen und dabei diese Aufgabe nicht oder nicht allzu sehr an meine Person zu binden und mich nicht an einen Ort zu binden. Und ich musste den Satz sacken lassen, dass der Zölibat neben vielem anderen einschließt, immer aufbruchbereit zu sein.

Ø     Die Härte des Abschieds korrespondiert mit all dem, was mir hier geschenkt wurde: an Begegnungen, an Gesprächen, an Vertrauen, an Wertschätzung.

Ø     Obwohl ich sonst auch viel reden oder schreiben kann, gibt es für all das, was mir hier geschenkt wurde, nur ein Wort: Danke.

Credo:   ‚Wir glauben an den Vater’ (Liedzettel) (Gemeinde)

Fürbitten:

Ø     Familienmesskreis (Frau Emschove)

Ø     Kommunionkinder 2009 (Finja Hesselmann)

Ø     Altenstube (Frau Aldenborg)

Ø     Firmanden (Ricarda Kontny)

Ø     Caritas (Sr. Gisela)

Ø     Lektoren (Frau Kollenberg)

Ø     Bücherei (Fr. Kämereit)

Gabenbereitung: # 882, 1-3 ‚Kl. Senfkorn’ (Oberstimme von Joys)

Gabengebet:

Vater im Himmel, nimm die Gebete deines Volkes an und gib, dass alle, die diese Eucharistie feiern, sich auferbauen lassen als lebendige Steine deiner Kirche durch Christus, unseren Herrn.

Sanctus:  # 862 (Gemeinde)

Agnus Dei: Chorgemeinschaft

Mahlspruch:

Während der Kommunion: Orgel

nach der Kommunion: Chorgemeinschaft/Joy, Joykids, Chorisma ( Zeige uns den Weg)

Schlussgebet:  anschl. Glockengeläut

Gott, den kein Tempel fassen kann, du hast uns hier versammelt und uns mit deinem Wort, mit dem Brot des Lebens und dem Kelch des Segens gestärkt. Sammle uns auch am Tag deiner Herrlichkeit zum ewigen Hochzeitsmahl im himmlischen Jerusalem. Dich loben und preisen wir durch Christus, unseren Herrn.

Segen:  

Schlusslied: # 257, 1.2 ‚Großer Gott’

 Alle Fotos stammen von Dieter Klein!